22. September 2015

Es war ein kleines Grüppchen, welches an der diesjährigen 2-Tages-Wanderung vom 29./30.8.15 teilgenommen hat. Bei schönsten Wetterbedingungen machten wir uns auf zu den Beatushöhlen, der ersten Station unseres Ausfluges. Hier genossen wir vor der wunderbaren Kulisse des Thunersees Kaffee und Gipfeli. So gestärkt traten wir ein in die kühle Höhlenlandschaft, der Sage nach war diese im 6. Jahrhundert der Unterschlupf des heiligen Beatus, nachdem er den darin hausenden Drachen vertrieben hatte. Staunend und zuweilen auch fröstelnd folgten wir den Höhlengängen, vorbei an Wasserfällen, Blumenkohl- und anderem Gestein, die Frage erörternd, ob es nun die Stalagmiten oder die Stalaktiten sind, die von der Decke zum Boden und umgekehrt wachsen.
Nachdem alle 10 Frauen den Ausgang gefunden hatten, pilgerten wir ein Stück dem Jakobsweg am rechten Thunersee-Ufer entlang bis zur Beatenbucht, von wo wir mit der Standseilbahn nach Beatenberg fuhren. Nach dem gemeinsamen Mittagessen teilten sich die Wege, ein Teil der Gruppe fuhr mit der Gondelbahn die 2 Sektionen hoch zum Niederhorn, ein zweiter Teil wanderte bis zur Station Vorsass und fuhr ab da mit der Gondelbahn und der dritte Teil setzte die Wanderung bis zum Gipfel fort. Zwei Turnerinnen traten, nachdem Sie die Aussicht auf das umliegende Bergpanorama genossen hatten, von da die Heimreise an. Die anderen bezogen das Nachtlager. Nachdem wir den Schock darüber verarbeitet hatten, dass sich das WC im Nebengebäude und die Dusche noch weiter weg befinden, genossen wir ein gemütliches Nachtessen. Ein Teil der Gruppe ergänzte dies noch mit einem Raclette, gesponsert von einem Gleitschirmpiloten, der danach in die Vollmondnacht entflog.
Die Nacht im Massenlager wurde durch das übliche Geraschel und Gekicher, das Geknarze der Metallfedern und einer Dame vom Nebenzimmer, die sich darüber beschwerte, nebenan alles zu hören obwohl alle schon schlafen, begleitet.
Nach einem reichhaltigen Frühstück am Sonntag marschierten wir gemütlich bis zur Mittelstation, von wo aus wieder die verschiedenen Möglichkeiten der Fortbewegung genutzt wurden. Sei es per Gondel, Trotti oder zu Fuss, am Schluss fanden sich alle wieder in Beatenberg ein. Weil von da der Abstieg zur Beatenbucht sehr steil ist, entschieden wir mit der Standseilbahn zu fahren. Die dadurch gewonnene Zeit reichte für eine Kaffeepause im Garten eines der schönsten Häuser der rechten Thunerseeseite, bevor die Reise mit Bus und Zug wieder an den Zugersee führte.

Herzlichen Dank unserer Reiseleiterin und Berichtverfasserin Yvonne Nann